- Training
- Trainingsplanung und -steuerung
Trainingsplanung und -steuerung
Spezifische Fortschritte leicht(er) gemacht
Trainingsplanung gibt die Richtung und das optimale Tempo der Leistungsentwicklung von Nachwuchs- bis zum Spitzenathleten vor. Sie beschreibt das geplante Vorgehen zur Erreichung der definierten Ziele in den relevanten Trainingsgebieten, basierend auf fundierten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, praktischer Erfahrung und etablierten Trainingsprinzipien.
Training sollte so geplant und koordiniert werden, dass die technisch-taktische Entwicklung und andere leistungsrelevante Faktoren maximiert werden und gleichzeitig das Risiko für Übertraining und Verletzungen reduziert wird.
- zielorientiert und athleten-zentriert
- Maximierung der Leistungsentwicklung
- Minimierung des Verletzungsririkos
- Integration aller Trainingsgebiete
- Adaption an Wettkampf- und Spielplan
- sportwissenschaftlich begründet
- etablierte Trainingsprinzipien
Athleten-zentriert
Alle Trainingsinhalte und Massnahmen sind auf deine individuellen Ziele und deine aktuelle Trainingsphase ausgerichtet, um deine Erfolgsaussichten zu verbessern.
Interdisziplinär
Interdisziplinär mit Expertenwissen aus mehreren Wissensdisziplinen. Optimal für deinen Erfolg ist, dass alle Disziplinen «an einem Strang ziehen» und nicht, wie so oft in multidisziplinären Ansätzen, jede Disziplin in ihre Richtung.
Merkmale
Technisches und Nicht-Technisches Training
Im den meisten Sportarten und Tätigkeiten gibt es zwei wichtige Trainingsgebiete, die berücksichtigt werden müssen, um ganzheitlich und systematisch alle notwendigen Faktoren für Leistung, Gesundheit und Wohlbefinden zu berücksichtigen:
1. fertigkeitsorientiertes technisches Training (TT) und
2. fähigkeitsorientiertes nicht-technisches Training (NTT).
Beide Faktoren bestehen wiederum aus kleineren Bausteinen, die ebenfalls geplant und effektiv in einen systembasierten ganzheitlichen Trainingsansatz integriert werden müssen.
Technisches Training (TT)
Im Fussball können zum Beispiel Ballkontrolle im 1 gegen 1 oder Passen als Bausteine des technischen Trainings angesehen werden, während die Entwicklung von Kraft, Schnelligkeit und Aufmerksamkeitsregulation Bausteine des nicht-technischem Trainings sind.
Nicht-technisches Training (NTT)
Die Entwicklung von Kraft, Schnelligkeit und Aufmerksamkeitsregulation Bausteine des nicht-technischem Trainings sind.
Prinzip des wirksamen Trainingsreiz
Traininsreiz muss intensiv genug sein, um die gewünschte Anpassung oder Verbesserung auszulösen.
Reizstufenregel
Vorraussetzung für Anpassungen ist ein wirksamer Trainingsreiz. Das heißt ein Reiz muss hoch genug, jedoch nicht zu hoch gewählt werden um positive Adaptionen zu erzielen.
In der Praxis treten Trainingsreize nicht einzeln und isoliert auf. Es muss die Akkumulation aller physischen und psychischen Belastungsreize berücksichtigt werden. Dabei können die Erholungszeiten von Organen stark variieren und zwischen Stunden und bis zu 8 Tagen liegen. Belastungen sollten daher nicht gedankenlos gesteigert werden. Der Zeitpunkt für einen neuen Trainingsreiz hängt daher von Reizstufe und ausreichender Erholung ab.
| Reizstufe | Anpassung | |
|---|---|---|
| unterschwellig | wirkungslos | |
| leicht überschwelligg | Niveau halten | |
| stark überschwellig | Niveau verbessern | |
| zu stark überschwellig | schädlich, Stagnation |
Prinzip der progressiven Bealstungssteigerung
Die verschiedenen «Stellschrauben» der Belastung im Training werden in einem bestimmten Zeitraum (z.B. 3 Monate) so verändert, das die Belastung schrittweise ansteigt bis zum geplanten Ziel ansteigt. Stellschrauben sind z.B. der Trainingsumfang – Wie oft und wie lang? – und die Intensität – wie schnell, wie schwer?
Prinzip des optimalen Verhältnis von Belastung und Erholung
Nach einer Trainingsbelastung führt nur eine bestimmte Erholung zur Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.
Anpassungsmodelle
Nach Beendigung der Belastung setzt die Erholung ein. Bei ausreichender Erholungsdauer zum Belastungsreiz wird das Ausgangsniveau übertroffen; „Super-„kompensiert”.
Veränderungen der Zustände durch Belastung und Erholung können in der Praxis mit Hilfe
– der Herzfrequenz und aus ihr abgeleiteter Werte und
– des individuellen Anstrengungsempfinden (rate of perceived exertion; RPE) interpretiert werden.
Prinzip der Zyklisierung
Die Arten der Belastung werden in Abhängigkeit vom Trainingsziel, individueller Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit wiederholt, verändert, abgewechselt und gesteigert.
Prinzip der zeitlichen Strukturierung der Belastung
Die Trainingsbelastung wird über den zielorientiert geplanten Zeitraum gesteigert, wobei Zyklisierung und Periodisierung berücksichtigt werden.
Prinzip der individulaisierten Belastung und Belastungssteuerung
Die Trainingsbelastung wird immer individuell auf das Leistungsvermögen und Belastbarkeit des Athleten abgestimmt. Es gibt keine «one size fits all» Lösung!
Prinzip der alters- und geschlechtsspezifischen Belastung
Die Trainingsbelastung wird immer unter Berücksichtigung von Alter sowie Geschlecht geplant und realisiert. Alter bezieht sich auch auf Trainingserfahrung. Die Trainingserfahrung im Krafttraining mit Gewichten ist z.B. in Spiel- oder Kampfsportarten gering.
Prinzip der rechtzeitigen zunehmenden Spezifizierung
Mit fortschreitender Leistungsentwicklung ist die Spezifität der Trainingsbelastung zu steigern. Ein optimales Verhältnis von allgemeiner und spezifischer Vervollkommnung muss angestrebt werden. Bei einer begrenzten Trainingszeit müssen nicht-technische (allgemeine) Inhalte in das technische Training (spezifisch) durch geegnte Übungsformen integriert werden.
Prinzip der wechselnden und varierenden Belastung
Durch den Wechsel von Belastungsformen und die Abwechslung der physischen und psychischen Strukturen, können gleichzeitig mehrere Leistungsfaktoren verbessert werden.
Prinzip der richtigen Belastungsabfolge
Unter Berücksichtigung der sportartspezifischen Anforderungen sind unterschiedliche Trainingsgebiete leistungsförderlich zu verknüpfen. Technisch-koordinative Aufgaben sollten z.B. innerhalb einer Trainingseinheit am Anfang erfolgen. Im mittel- und langfristigen Leistungsaufbau ist zuerst die Belastbarkeit sicherzustellen, bevor (zu) schwere Belastungen erfolgen.
Prinzip der informierten Trainingssteuerung
Die Planung und Umsetzung von Training muss ständig hinterfragt werden. «Hat der geplante und umgestzte Trainingsreiz das Ziel erreicht?» Die selbstkritische Prüfung von SOLL und IST muss auf Information aus Assessment und Diagnostik basieren:
«If you’re not assessing, you’re guessing.»
Für jeden Zweck der passende Typ
| Fokus | Rolle | |
|---|---|---|
| Vollständig | Performance Management TT + NTT | Performance Director |
| Teilweise | NTT, z.B. nur Athlettraining | Coach im Trainingsgebiet |
| Beratung | nach Absprche, z.B. Aspekte der richtigen Belastungsabfolge, der wirksmamen Intensität | Consultant |
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