«The head does … have a body!». Neurozentrierte Methoden und Interventionen kennenlernen

Wenn man eines an den Inhalten psychologischen Trainings bemängeln wollte, dann ist es die völlige Ausblendung von psychomotorischen oder neurozentrierten Methoden. Obwohl die Bewegungsregulation und -ausführung zentrale Bedeutung in jeder Handlung hat, verhalten sich Psychologenund Mentaltrainer so, als ob «the head does not have a body».

Umgekehrt versuchen Physiotherapeuten, Trainer und andere Fachpersonen eine Störung jeweils einer lokalen körperlichen Ursache zuzuordnen. Das hat zur Entwicklung spezifischer Ansätze für bestimmte Störungen geführt. In deren Folge ertragen – oder konsumieren – Patienten mit körperlichen Beschwerden über lange Zeit nicht wirksame Interventionen. Andererseits erleben Fachpersonen mit hohem Ethos, Unzufriedenheit mit der Wirkung ihrer Interventionen und chronischen «Dauerpatienten».

Problemstellung

Muskeltonus, Stütz- und Gangmotorik und Koordination von Bewegungen können infolge schlecht aktivierter oder versorgter Hirnareale gestört sein. Trotz weitreichender Auswirkungen auf den Rehabilitationserfolg wird dies bisher im therapeutischen Prozess oft nicht ausreichend berücksichtigt.

Daneben nehmen Schmerzpatienten viel Zeit im Praxisalltag ein. Schmerz auf wissenschaftlicher und praktischer Ebene zu verstehen, ist daher eine wichtige Aufgabe. Nur so können richtungsweisende Signale von Patienten eingeordnet werden, um nachhaltig wirksame Interventionen anzuleiten.

Lerninhalte und -struktur

In verständlicher Weise wird eine Übersicht über die Bandbreite verschiedener Hirnfunktionen und damit zusammenhängender körperlicher Beschwerden gegeben. Ein Schwerpunkt liegt auf Beobachtungen, die Aufschluss über mögliche Dysfunktionen von Hirnfunktionen geben können.

Dazu kommen Lösungsansätze für die unmittelbare Behandlung akut schmerzhafter Körperregionen ohne Patienten weitere Schmerzen zuzumuten bzw. diese überhaupt zu ermöglichen.

Illustriert werden unterschiedliche Symptome und verschiedene Interventionsansätze anhand von Fallbeispielen.

Zuletzt soll das Phänomen «Schmerzen» – als motorische Handlungsaufforderung des Gehirns – eingeordnet werden. Für die Praxis hilfreich, wird die Abgrenzung von Nozizeption und Schmerz dargestellt.

Zielgruppe

Physiotherapeuten, med. Massagetherapeuten, Trainer, Übungsleiter, Interessierte.

Veranstaltungsort

Nach Absprache

Teilnehmerzahl

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Umfang

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Preis

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