Duale Karriere

Duale Karriere

Das Karriereende von Beginn an antizipieren

Verglichen mit den meisten anderen Berufen enden sportliche und tänzerische Karrieren im frühen Alter. Daher sind Athleten und Tänzer mit der Notwendigkeit konfrontiert, von klein auf über zwei parallele Karrieren nachzudenken, da sie wissen, dass ihr Sportler- oder Tänzerleben ein relativ schnelles Ende haben wird. Am Ende dieser Karriere steht daher der Beginn einer neuen beruflichen Karriere. Dieser Übergang bedeutet für viele Athleten und Tänzer nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Krise, weil sie nicht über die notwendigen Werkzeuge und Ressourcen für die «neue Welt» zu verfügen.

Es gibt kaum ein Thema in Sport- und Leistungspsychologie das ähnlich intensiv studiert wurde und die Ergebnisse sind eindeutig. Athleten und Tänzer in «Übergangskrisen» benötigen Hilfe um ihre Ressourcen zu entdecken, erfolgversprechende strategische Entscheidungen zu treffen und die Hindernisse zu überwinden. Es ist wichtig diese unvermeidliche Herausforderung früh – möglichst von Beginn an – zu antizipieren um entsprechende Werkzeuge und Ressourcen vorzubereiten.

Duale Karriere

Eine duale Karriere beginnt, wenn Kinder anfangen zu trainieren, und kann sich über die gesamte Schulzeit und darüber hinaus fortsetzen. Sport und Bildung zu kombinieren ist vorteilhaft, aber es ist auch eine Herausforderung. Athleten und Tänzer mit dualer Karriere wollen kurz- und langfristig gewinnen. Das erfordert eine gute Planung und ein ganzheitliche Belastungssteuerung.

Belastungssteuerung bei dualer Karriere

Karrierephasen und Übergänge

Übergänge sind ein Bewältigungsprozess der angesichts von Herausforderungen stattfindet. Alle Übergänge, von einer Phase zur Nächsten, sind eine potenzielle Krise. Krisen beziehen sich auf das Alter, die Karriere und die Situation.

Model of sport career transitions (Stambulova, 2003)

Merkmale

 
1 Beginn 2 Entwicklung 3 Meisterschaft 4 Beendigung
Altersgruppe Kinder Jugendliche Erwachsene Erwachsene
Wichtige Personen (VIP's) Eltern, Geschwister, Freunde Freunde, Choaches, Eltern Partner, Team, Familie, Dienstleister Familie, Freunde, Coaches
Schul- oder Berufsausbildung Primärstufe Sekundärstufe Tertiärer Bereich Karriere nach dem Sport
Finanziell Familie Familie, Club, Verband Club, Verband, Sponsoren, Familie Arbeitgeber
Model of sport career transitions (Stambulova, 2003)

Ein umfassenderes Verständnis der akuten Belastungen auf Schüler-Athleten in ihren diversen (Leistungs-) Umgebungen ist unerlässlich.  Dies umfasst nicht nur die Trainingsbelastung durch den Sport, sondern auch andere Verpflichtungen, wie beispielsweise schulische Anforderungen, die Teilnahme an Familienveranstaltungen und die Pflege von Freundschaften.

Einige Ziele für Sport und Schule werden von Schüler-Athleten selbst festgelegt. Trainer, Lehrer, Familienmitglieder, Gleichaltrige und Dienstleister (Physiotherapeuten, Ärzte…) müssen aktiv dazu beitragen, das Erreichen dieser Ziele zu erleichtern. 

Um potenzielle Hindernisse zu überwinden, benötigen Schüler-Athleten Werkzeuge und Ressourcen wie z.B.  effiziente Zeitnutzung, Aufgabenpriorisierung, Zielsetzung und eine leistungsförderliche Einstellung mit Fehlern und Rückschlägen umzugehen. Darüber hinaus ist ein interdisziplinäres Unterstützungsnetzwerk von Bedeutung, ebenso eine flexible Trainingsplanung und Bereitschaft Pläne bei Bedarf anzupassen. Die Planung und Zielsetzung für duale Karrierewege von Schüler-Athleten sollte  maximale Belastungen als Referenz berücksichtigen, um nicht zu überfordern und das Wohlergehen Schüler-Athleten zu gefährden.

Ein interdisziplinärer Ansatzes erfordert die gemeinsame Ausrichtung aller Aufgaben und relevanten Akteure, um der sportlichen und schulischen Karriere von Athleten oder Tänzern sowie ihrem Wohlbefinden grundlegend zu nützen. Alle Belastungen aus allen Rollen müssen berücksichtigt werden. «Was ist das Beste für den Athleten oder Tänzer zu dieser Zeit in der Saison?» ist die Kernfrage für alle Beteiligten.

Trainings- und Lerninhalte müssen auf die Kompetenzen, die Belastungsverträglichkeit und die Bedürfnisse des Athleten oder Tänzers abgestimmt sein. z.B. können Schulprüfungen aufgrund der hohen Wettbewerbsbelastung später abgelegt werden, Prüfungen können auch dann abgelegt werden, wenn die Anwesenheit im Schulunterricht gering ist, die Trainingsplanung berücksichtigt die Prüfungszeiten…

Integriertes Belastungsmanagement

Duale Karriere - Integriertes Belastungsmanegment

Fallbeispiel einer Handballspielerin

Anna ist eine 21-jährige Handballspielerin aus der Schweiz und hat bereits als Jugendliche auf höchstem Niveau des Frauenhandballs in ihrem Heimatland gespielt. Seit kurzem spielt sie in einem Verein der 1. Handball-Bundesliga in Deutschland. Dieser Transfer bedeutete für sie den Beginn einer professionellen Karriere; in Bezug auf die Phasen einer Karriere im Sport, der Übergang in die Phase der Meisterschaft (Mastery).

Für jeden Zweck der passende Typ

 
Beratung Begleitung Workshop Seminar
Langfristige Athletenentwicklung
Konzept der dualen Karriere
Belastungssteuerung für Athleten/ Tänzer
.. für Trainer, Tutoren und Eltern
Zeitmanagement
Zielsetzung
Erfahrungsaustausch

Impressionen

Training für Gesundheit und Fitness
Assessment und Diagnostik

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