- Einsatzgebiete
- Musik und Gesang
Musik und Gesang
Mit Tönen die Umwelt beeinflussen
Musik und Gesang sind – neben Tanzen – möglicherweise die schönste Form die Umwelt zu beeinflussen und sich mitzuteilen. Bei haben eine Aufgabe gemeinsam, Musiker und Sänger müssen Teile ihres Körpers kontrollieren und koordinieren. Beim Gesang sind es z.B. Kehlkopf, Vokaltrakt, Atmung und Körperhaltung, bei Musikern bringen Hände und Atmung die Klangelemente ihrer Instrumente zum Schwingen. In gewisser Weise wird das Instrument als Werkzeug für die Klangerzeugung genutzt. Besonders deutlich wird dies beim «Singen» der Geige.
Beiden Disziplinen gemein ist, das es sich um durch Muskelkontraktionen erzeugt Bewegungen handelt, die spezifisch für die jeweilige Aufgabe trainiert werden können, um Leistung zu optimieren, die Belastungsverträglichkeit zu erhöhen und die Gesundheit zu erhalten. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die adäquate Regulation psychischer Funktionen, um mit Erwartungsdruck, Lampenfieber und dem nützlichen Wechsel von An- und Entspannung.
- strukturierter, interdisziplinären Ansatz
- Berücksichtigung individuelle Bedürfnisse
- hohe Spezifität, Effektivität und Effizienz
- neueste, wissenschaftlich fundierte Methoden
- Präzision gestützt auf Assessment und Diagnostik
- Künstler aller Genres
Schmerzreduktion
Schmerz sichert das Überleben. Dafür interpretiert das Gehirn jede Bedrohung als Schmerz. Wenn das Gehirn z.B. wahrnimmt, dass eine Gefahr für Gesundheit und Überleben besteht, gibt es «Schmerzen» aus. Dieses Signal ist eine Aufforderung unser Verhalten zu ändern, um Gesundheitsrisiken zu senken.
Spielbedingte Belastungen
Häufiges Wiederholen, schlechte ergonomische Bedingungen und fehlerhafte Instrumentaltechniken und Körperbewegungen können zu spielbedingten Überlastungsschäden des Bewegungsapparates (Playing-Related Musculoskeletal Disorders; PRDM) führen. Das Instrumentalspiel wird bereits früh im Musikunterricht beeinträchtigt.
Merkmale
Effizientes Atmen und Stimmausdauer
Atemmuskulatur
Körperhaltung und dynamische Stabilisation
Energiesysteme
Musizieren und Singen erfordert verschiedene Bewegungen mit unterschiedlich hoher Kraft und Geschwindigkeit, die hunderte oder tausende Male wiederholt werden. Die dafür notwendige Bioenergie wird durch unterschiedliche Energiesysteme bereitgestellt.
Ein gut entwickeltes Energiesystem verhindert zu schnelle Ermüdung auf der Bühne und trägt so zu optimaler Performance bei. Aufmerksamkeit und Konzentration können länger aufrecht erhalten werden, die Bewegungsregulation (Koordination) bleibt länger präzise, das Risiko für Überlastungen und Fehlhaltungen wird kleiner… Zusätzlich fördert und beschleunigt es Erholungsprozesse.
Welche Energiesysteme für die jeweilige Aktivität bedeutsam sind leitet die Auswahl relevanter Tests für Assessment und Diagnostik.
Beitrag der Energiesysteme
Die Aktivität der Energiesysteme wird je nach Belastung angepasst:
Für den ausdauernden Betrieb werden Fettsäuren mit dem verfügbaren Sauerstoff (aerob) verbrannt,
wird mehr und mehr Leistung angefordert, werden zusätzlich Kohlenhydrate als Energiequelle genutzt. Wird schliesslich maximale Leistung benötigt, erfolgt die kurzzeitige Bereitstellung von Energie aus den Kreatin-Phosphat-Speichern der Muskelzellen.
Sensorisches Aufwärmen
Funktionale Beweglichkeit
Funktionale Beweglichkeit ist die Fähigkeit, willkürlich kontrollierte Bewegungen mit der erforderlichen oder optimalen Beweglichkeit in den Gelenken auszuführen. Die Reichweite eines Gelenks und der umgebenen Muskeln und Geweben hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab.
Functional Range Assessment FRA
Objektive Maße der aktiven und passiven Bewegungskapazität eines Athleten für jedes einzelne Gelenk sind wichtig, um Trainingsreize gezielt auf die spezifischen Defizite des Athleten in der jeweiligen Sportart ausgerichtet werden. Neben gezielten Verbesserung von Bewegungseffizienz und Leistungssteigerung kann mit den Ergebnissen genauso an der Vorbeugung von Verletzungen gearbeitet werden.
Aktivierung und Erregung
Dein Erregungszustand kann geringer Erregung und Entspannung bis zu großer Aufregung und hoher Muskelspannung gehen. Sowohl ein zu hoher als auch ein zu niedriger Erregungszustand führen zu Leistungsbeeinträchtigungen. Durch die gezielte Regulation Deines Erregungszustand bestimmt Du, ob Du bereits erreichte Trainingsleistungen erfolgreich umsetzen kannst.
Schmerzen
Schmerz ist eine Schutzfunktion des Nervensystems. Kulturelle Überlieferungen, mechanistisches Menschenbild und – in der Medizin vorherrschende – Dualismus rund um Schmerzen führen immer noch dazu, einen Schmerz als Informationsquelle zu nutzen, was im Körper passiert. Aus Sicht der aktuellen Neurowissenschaften ist dies eine falsche Annahme und die Hauptursache für anhaltende Schmerzen, teure und nachhaltige Therapien für die meisten Menschen.
Schmerz sichert das Überleben. Dafür interpretiert das Gehirn jede Wahrnehmung. Wenn das Gehirn z.B. wahrnimmt, dass eine Gefahr für Körpergewebe, Gelenke usw. besteht, gibt es «Schmerzen» aus. Dieses Ausgabesignal ist eine Aufforderung unser Verhalten zu ändern, um die Gefahr abzuwenden. Denn nur ein gesunder Mensch kann überleben. Dabei ist es unerheblich, ob das auslösende Ereignis physischer oder psychologischer Natur ist, wenn das Gehirn es als Bedrohung bewertet, «produziert» es eine Antwort – und die kann Schmerz oder eine andere Form haben. Beispiele sind Unwohlsein, Schwindel, Herunterfahren des Immunsystems…
Für jeden Zweck der passende Typ
| Musik | Gesang | Typische Ziele | |
|---|---|---|---|
| Aktivitationsregulation | Anspannung und Entspannung rehulieren, Erholung fördern | ||
| Atemmuskulatur | Kontrolle und Störkung der Atemuskulatur | ||
| Körperhaltung | Stabilisation und Kräft der Haltemuskulatur | ||
| Dynamische Stabilisation | Kontrolle und Ausrichtung der Wirbelsäule und Hüfte | ||
| Psychische Handlungsregulation | Mentales Training | ||
| Energiesysteme | Ausdauer von Herz/Kreislauf/Lunge, Erholungsfähigkeit | ||
| Sensorisches Aufwärmen | Spezifisches Aufwärmen und «Bahnen» von Nervenverbindungen |
Impressionen